Reichlich Randale

RR010 Megan Rapinoe - Mental Load - Menstruation

RR010 Megan Rapinoe - Mental Load - Menstruation

„...man könnte vermutlich über alles und nichts reden, alles hätte ein feministisches Geschmäckle.“

Wie schon in den letzten Jahren habe ich auch 2019 wieder „zwischen den Jahren“ den Chaos Communication Congress in Leipzig besucht. Bei dessen 36. Auflage #36c3 habe ich wieder viel Zeit, auch als Helferin, im Sendezentrum, der Assembly der Podcasting-Community, verbracht. Natürlich wollten wir nach dem Erfolg des Feministischen Jahresrückblicks 2017 und 2018 auch in diesem Jahr wieder einen solchen Rückblick aufzeichnen.

Weil wir finden, dass Feminismus auf die Bühnen gehört, haben wir uns wieder für die Podcast-Bühne angemeldet - und live vor 200 Zuhörenden im CCL aufgezeichnet. Ganz schön aufregend! Wir, das sind neben mir Miriam, die ihr schon aus dem letzten beiden Jahren kennt, Bianca, die euch von fantastischen Tatort-Tweets und Vorträgen über die Sprache der Rechten bekannt sein könnte, und Daniela, die als „Teekesselchen“ das Internet mit veganen Rezepten flutet und den Blog „Feminismus oder Schlägerei“ mit koordiniert.

Unser Gespräch kreiste von antifeministischen Hasskampagnen bis zu Mental Load und von Gesetzesdiskussionen ohne Betroffene bis zu intersektionalen Fragezeichen. Die Gedanken meiner drei großartigen Gesprächspartnerinnen zu unserer feministischen Sicht auf das Jahr 2019 haben mich wieder sehr inspiriert. Ich hoffe, ich kann euch ein bisschen was davon weitergeben!



RR009 Radio Girls - Role Models - Redaktionsleiterinnen

„If we have the sense to give broadcasting freedom and intelligent direction, if we save it from exploitation by vested interests of money or power, its influence may even redress the balance in favour of the individual.“

Ihr wisst es schon aus Episode RR007 Sportlerinnen - Strafgesetzbuch - Solidarität: Wie schon in den letzten Jahren habe ich auch 2018 wieder „zwischen den Jahren“ den Chaos Communication Congress in Leipzig besucht. Bei dessen 35. Auflage #35c3 habe ich noch mehr Zeit im Sendezentrum verbracht als zuvor. Unter anderem habe ich zusammen mit Claudia und Tine einen Schrein für die Radiopionierin Hilda Matheson in unsere Assembly gebaut. Warum? Nun, dahinter steckt eine Idee der Hackerinnengruppe Haecksen, um Frauen auf dem Congress sichtbarer zu machen. Sie schreiben: „Frauen haben zur Entwicklung von Computern viel beigetragen, doch die Anerkennung für ihre wissenschaftlichen Leistungen spiegelt das nicht wider. Fehlende Sichtbarkeit von großartigen Frauen führt auch dazu, dass IT eher als Männerthema wahrgenommen wird. Junge Mädchen kommen gar nicht auf die Idee, sich mit Technik zu beschäftigen. Deshalb haben wir folgendes vor: Wir (das heißt ihr!) bauen kleine Tempelchen für Frauen, denen wir viel zu verdanken haben, ohne dass die meisten davon wissen – und alle Assemblys sollen mitmachen. Je mehr Tempel es auf dem 35C3 zu finden gibt, umso besser.“ Schnell hatten wir uns entschieden, als Sendezentrum bei der Aktion dabei zu sein – und bauten einen Schrein für Hilda Matheson:

Hilda Matheson hat in den späten 1920er Jahren bei der BBC das Talk Radio entwickelt – den Vorgänger von Podcasts, wie wir sie heute kennen. Matheson war bei der BBC di*er erste „Director of Talks“. Nach ihrem Rücktritt im Jahr 1931 veröffentlichte sie ein Buch über die Entwicklung des Rundfunks. Nebenbei war sie eine offen lesbisch lebende Sozialistin und Feministin – in 1920er und 30er Jahren nicht gerade eine Selbstverständlichkeit. Und sie legte schon in diesen frühen Jahren das emanzipatorische Potential unseres Lieblingsmediums offen. All das war Grund genug für uns, ihr unseren „Haecksen-Schrein“ im Sendezentrum zu widmen und eine Podcastepisode über ihr inspirierendes Leben aufzunehmen. Vielen Dank an meine Gästin Claudia und an Tine, die die ganze Aktion angestoßen hat!



RR008 Meer - Möbben - Morgenmuffel

Es gibt eine unter den bisherigen Episoden, die ihr Hörenden besonders lieb hattet: In Folge 3 hatte ich meine Freundinnen Meike und Charly zu Gast und ließ sie über meine Jugend reden. Seitdem sind anderthalb Jahre vergangen und ich höre ständig von euch: "Wir wollen Schmeickschnääääägger Teil 2!".
Wie der Zufall es so will, war ich letztes Wochenende mit Meike, Charly und Gerit – unserer vierten Freundin im Bunde, die ihr jetzt auch endlich kennen lernen dürft – zu unserem alljährlichen Urlaub auf Sylt unterwegs. Bei Sturm, Regen und ein bisschen Sekt packte ich also das Mikro wieder in die Mitte des Tischs und wir tauschten uns über das große Thema Freundschaft aus: Was unterscheidet Freund*innen von Bekannten? Sollte man mit Freund*innen schlussmachen? Wie viel Nähe braucht Freundschaft? Und vor allem – wer nimmt in unserer Viererkonstellation eigentlich welche Rolle ein und was hat es mit dem ominösen "Möbben" auf sich?
Hört uns dabei zu, wie wir ohne es darauf angelegt zu haben unsere eigene Freundschaft unter die Lupe nehmen! Natürlich danke ich ganz besonders meinen drei fulminanten Gästinnen – ihr seid die besten! Eure Mutti



RR007 Sportlerinnen - Strafgesetzbuch - Solidarität

„...man hat gar nicht so Hände, wie man facepalmen möchte.“

Wie schon in den letzten Jahren habe ich auch 2018 wieder „zwischen den Jahren“ den Chaos Communication Congress in Leipzig besucht. Bei dessen 35. Auflage #35c3 habe ich noch mehr Zeit im Sendezentrum verbracht als zuvor. Natürlich wollten wir nach dem Erfolg des Feministischen Jahresrückblicks 2017 (den wir ja auch schon im Sendezentrum aufgenommen haben, damals gemütlich am Sendetisch) auch in diesem Jahr wieder einen solchen Rückblick aufzeichnen - zumal Rückblicke und das Congressmotto „Refreshing Memories“ ja auch irgendwie gut zusammen passen :).

Weil wir finden, dass Feminismus auf die Bühnen gehört, haben wir uns für die Podcast-Bühne angemeldet - und live vor 200 Zuhörenden im CCL aufgezeichnet. Ganz schön aufregend! Wir, das sind neben mir Miriam, die ihr schon aus dem letzten Jahr kennt, und Daniela, die ihr schon mal beim „kunst & horst“-Podcast gehört haben könntet oder vom Projekt podcasterinnen.org kennt.

Unser Gespräch kreiste um den Umgang mit verschiedenen sexistischen Ereignissen, die das Sportjahr 2018 mit sich brachte, über Repräsentation in verschiedensten Kulturindustrien bis zum Diskurs um das Informationsverbot für Abtreibungen und den Paragraph 219a. Die Gedanken meiner beiden großartigen Gesprächspartner*innen zu unserer feministischen Sicht auf das Jahr 2018 haben mich wieder sehr inspiriert. Ich hoffe, ich kann euch ein bisschen was davon weitergeben!



RR006 : Poetry - Podstock - Profileser*innen

„Reichlich Randale“ wird 1 Jahr! Und auch wenn hier nicht in wöchentlichem Rhythmus neue Folgen eintrudeln, so bin ich dennoch sehr froh, dass ich mit dem Podcast mein kleines Zuhause in diesem Internet gefunden habe – den Ort, an dem ich meine Gedanken loswerden kann, wenn es für den Kopf zu viel wird, und dann sind da auch noch Menschen und reagieren darauf. Also habt keine Sorge, wenn mal länger keine Folge erscheint – der nächste Episodenanlass kommt bestimmt!

Der Anlass für diese Episode war zum Beispiel das Podstock 2018. Auf diesem absoluten Flausch-Event mit tollsten Menschen kommen jedes Jahr Podcaster*innen und -hörende zu einem kleinen Festival zusammen, um gemeinsam zu podcasten, Dinge rund um das Podcasten voneinander zu lernen und einfach tolle Gespräche mit den Gesichtern hinter den Lieblingspodcasts zu führen. Ihr merkt schon, ich liebe dieses Event sehr, und organisiere es auch seit 2 Jahren mit.

In diesem Jahr hat die tolle Vera den Freitagabendslot auf der Hauptbühne mit einem Po(d)etry Slam gefüllt – also einem Poetry Slam für Podcaster*innen! Und neben Kati, Klaudia, Hannah und Gesche traute auch ich mich auf die Bühne, um ein paar selbstgeschriebene Texte vorzutragen. Weil da so schöne und bewegende Sachen dabei waren, soll das ganze auch Nicht-Podstock-Gästen zugängig gemacht werden, und so haben Vera und ich uns überlegt, dass „Reichlich Randale“ doch ein guter Ort dafür sein könnte. Also hört ihr nun – nach einem kleinen Vorgespräch mit Vera und mir – den Livemitschnitt des Po(d)etry Slam vom Podstock 2018. Viel Spaß!



RR005 : Festivalplanung - Fastenzeit - Fußballfrauen

Die Angst geht um in meinem Kopf - und nein, es ist nicht übertrieben, so einen Begriff im Zusammenhang mit etwas vermeintlich so banalem wie dem Fußballfan-Dasein zu verwenden. Im letzten Jahr "durfte" ich bereits erleben, was es heißt, mit der eigenen Mannschaft ganz nah am Abstiegsabgrund zu stehen - und dieses Jahr sieht es leider kein bisschen besser aus. Aber wenn sich die Angst am Ende in etwas Produktives (in diesem Fall in einen neuen Podcast) verwandelt, dann hatte sie ja immerhin etwas gutes, oder? 

Ansonsten verzichte ich gerade auf Alkohol und To-Go-Becher, habe stattdessen die Rollenspielwelt kennen gelernt, einen unbefristeten[!] Arbeitsvertrag unterschrieben, Geschichten gesammelt und das Podstock (ein Podcast-Festival und Barcamp) mit vorbereitet. Und ich freue mich über euer tolles Feedback, obwohl ich euch so lange auf die nächste Folge habe warten lassen. Ihr seid die besten!



RR004 : Congress - Consent - (Pop) Culture Detective

Wer mir auf Twitter folgt, der*m wird es nicht entgangen sein: Ich war auf dem Congress, dem 34. Chaos Communication Congress in Leipzig. Zwischen Weihnachten und Silvester trafen sich dort ca. 15.000 Menschen, um verschiedensten Themen rund um das diesjährige Motto "tuwat" nachzugehen.

Auch ich nahm mir das Motto zu Herzen, tat wat und lud mir zwei tolle Gäst*innen ins Sendezentrum ein, das über die Congresstage die Heimat von uns Podcaster*innen war. Am Sendetisch führten wir dort vor einem kleinen Livehörpublikum ein tolles Gespräch über die Themen, die uns aus feministischer Sicht im Jahr 2017 besonders beschäftigt haben. Dabei spielte natürlich #metoo und die Frage nach der Wichtigkeit von Consent eine Rolle, aber auch so schöne Dinge wie popkulturelle Highlights des Jahres. Die Gedanken meiner beiden großartigen Gesprächspartner*innen haben mich dabei sehr inspiriert und mir Kraft für ein aktivistisches Jahr 2018 gegeben. Ich freue mich sehr, sie auf diesem Kanal mit euch teilen zu können. Auf euer Feedback bin ich wie immer sehr gespannt!

Props gehen raus an @forschungstorte und @_noujoum - DANKE DANKE DANKE euch für dieses offene, ehrliche, intensive Gespräch.



RR003 Schnack - Schnaps - Schmeickschnäääägger

So ein Personal Podcast ist ja auch dazu da, damit die Hörer*innen die Podcasterin ein bisschen besser kennen lernen können. Und wie ginge das besser als über gute Freundinnen von früher, die die geheimen Geheimnisse aus der Jugend ausplaudern können :). Also habe ich an einem Wiedersehensabend meine Freundinnen Meike und Charly vors Mikro gezerrt (eigentlich haben wir gekocht, etwas getrunken und ich sagte: "Ich hab mir überlegt, lasst uns mal noch eine Episode aufnehmen, oder?"), wo sie ihre ersten Erfahrungen mit einem solchen machen durften. Und so quatschten wir quasi ununterbrochen darüber, wie wir im Teenageralter so drauf waren, wie unsere Eltern und Geschwister das fanden und wie wir es geschafft haben, heute die zu sein, die wir sind. Danke an meine beiden fulminanten Gästinnen!



RR002 : MeToo - Miteinander - Mundpflege

Seit der letzten Ausgabe ist viel passiert - nicht zuletzt #metoo. Unter diesem Hashtag sammeln Opfer von Sexismus und sexualisierter Gewalt ihre Erlebnisse, seit die Taten von Harvey Weinstein, Kevin Spacey & Co. öffentlich wurden. Ich frage mich, ob sich seit #aufschrei eigentlich etwas verändert hat, und was das für meinen Aktivismus bedeutet. Außerdem trank ich Bier in Belgien, ließ nur zögerlich den Zahnarzt in meinen Mund gucken, stimmte für ein Jugendwort ab, traf bei der Übergabe eines feministischen T-Shirts tolle Menschen - und ging eine Wette ein, die mit Star Wars zu tun hat.



RR001 : Wahlwehmut - Wassersehnsucht - Wortarbeit

Nachdem ich zwei Wochen lang ziemlich resigniert auf die Bundestagswahl und die Geschehnisse drum herum geschaut habe, war es jetzt an der Zeit, sich aufzuregen. Denn wenn gerade etwas dazu Anlass gibt, dann diese Wahlergebnisse und was für Schlüsse die Menschen so daraus ziehen. Außerdem habe ich das Meer besucht, mich fortgebildet, Tatort geschaut und gastgepodcastet - und fühle mich dank neuem Handy endlich wieder vollständig.